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Heimatsplitter im Weltgebäude
22 Essays zur deutschen Literatur 1992 - 2017

"Alle hätte eine reiche Mitgift einzubringen - Heimatsplitter gewissermaßen in ein unvermeidlich zu errichtendes künftiges Weltgebäude. Ich bin überzeugt, daß das literarische Erbe der Regionen und kleinen Räume sich auch vor einem noch weiteren Horizont als dem nationalen oder europäischen bewährt, zugunsten einer globalen Zivilgesellschaft, die hoffentlich für alle lebenswert sein will."

(aus dem Vorwort)

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  • Klage um den verlorenen Ruhm
    Josef Eberles lateinisch-deutsche Grabinschrift auf dem Sülchen-Friedhof zu Rottenburg
  • Sehnsucht nach namenlosem Ruhm
    Johannes Bobrowskis Gedicht über Friedrich Silchers letzte Ruhestätte auf dem Tübinger Stadtfriedhof
  • Aufklärung und Auferstehung
    Gedenkblatt zum 175. Todestag des Dichters und Kalendermanns Johann Peter Hebel
  • Der Hagellocher Freiheitstraum
    Eine Kalendergeschichte von Johann Peter Hebel,die keineswegs zufällig in einem Dorf bei Tübingen handelt
  • Bürgerrecht im Totenreich
    Vor zweihundert Jahren starb Friedrich Schiller:unterwegs zu den Schauplätzen seines Lebens
  • Die Linien des Lebens sind verschieden
    Im zweihundertsten Jahr nach Friedrich Hölderlins Einzug in den Tübinger Neckarturm
  • Anmutig rotieren in schwäbischer Enge
    Zweihundert Jahre nach Eduard Mörikes Geburt:eine Fährtenlese an den Orten des Dichters
  • Wo Sprachwunder aus den Wiesen steigen
    Ein Besuch im württembergischen Warmbronn,dem Heimatort des Dichters Christian Wagner
  • Die Extrakte des Evangeliums
    Religionskritik antifundamentalistisch: Eduard Mörikes „Wispeliaden“
  • Der Mythos läßt sich nicht zähmen
    Gustav Schwabs „Sagen des klassischen Altertums“:ein schwäbischer Beitrag zur deutschen Bildungsgeschichte
  • Die Einsamkeit des Selbstdenkers
    Wie Hermann Kurz herausfand, wer der Verfasser des „Simplicissimus“ ist, und wie er um seinen Lohn kam
  • Die heimliche deutsche Hymne
    Ein Volkslied von Ludwig Uhland und Friedrich Silcher sowie seine unvergleichliche Wirkung
  • „Reuchlin, Deiner wird nit vergessen“
    Wie ein Tübinger Buch namens „Augenspiegel“ weltpolitische Kreise zog
  • „Was nützt sein Tod diesem Lande?“
    Wilhelm Hauffs Novelle „Jud Süß“ – ein Meilenstein des Antisemitismus
  • Urach, Kanaan, Deutschland einig Vaterland
    Der Dichter und Kommunist Johannes R. Becher: vom hinteren Ermstal in die Machtzentralen der DDR
  • Doktor Faust besiegt Shylock
    Wie Ludwig Finckh den Hegau-Berg Hohenstoffeln rettete, und welcher Mephisto ihm dabei half
  • Die verflixte Tübinger Stifts-Vita
    Weshalb Hermann Hesse Josef Knechts vierten Lebenslauf nicht ins „Glasperlenspiel“ aufnahm
  • Tübingen, Paris, Plötzensee
    Peter Weiss´ europäische Topographie des Widerstands, der Selbstbefreiung und des Todes
  • Lied vom Erhört-Werden
    Meditation über ein Gedicht von Marie Luise Kaschnitz
  • Nach dem letzten Liebesmachtkampf
    Isolde Kurz‘ verzweifelte Verse einer Früh-Emanzipierten
  • Die Stunde vor und nach dem Trauma
    Eine Gegenüberstellung zweier europäischen Kriegsgedichte
  • Ein schwäbischer Karl Kraus
    Porträt des Zeitungsmanns Erich Schairer (1887-1956)

     

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Reuchlin oder Luther
Judenfreundschaft und Judenfeindschaft im Zeitalter der Reformation

Der Titel "Reuchlin oder Luther" spielt darauf an, daß hier zweierlei Verhältnis zu den Juden am Ausgang des Mittelalters und zu Beginn der Neuzeit herausgestellt werden soll: ein aufgeschlossen-freundliches sowie ein verschlossen-feindseliges. Letzteres, das Luthersche, hat in der Geschichte die Oberhand behalten und die Judenfeindschaft mit den Mitteln einer für den Protestantismus typischen Vermengung von Politik und Theologie tief und dauerhaft in der deutschen Kultur eingewurzelt. Hätte das von Reuchlin vorgeschlagene Verhältnis zu den Juden obsiegt, hätte die Beziehung zwischen Juden und Christen in Deutschland eine andere Entwicklung nehmen können.

September 2017

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Die andere Seite
November 2016

Krieg und Kriegstrauma bei den britischen Truppen an der Somme - im Spiegel literarischer und persönlicher Zeugnisse

Großbritannien hat während des Ersten Weltkriegs vor allem in drei Schlachten die meisten Soldaten verloren: 1916, in der Somme-Schlacht, 420.000; 1917, in der letzten Flandern-Schlacht, 275.000; 1918, in den Kämpfen, die dem Durchbruch bei Amiens folgten, noch einmal 350.000. Allein in diesen drei Schlachten sind mehr als eine Million Briten getötet und verwundet worden oder galten danach als vermißt. Wofür? Das war vielen Kriegsteilnehmern zeitlebens nicht klar.

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Martha und ihre Söhne - Der neue Roman von Kurt Oesterle:
Frühjahr 2016

Martha, eine junge Frau von zwanzig Jahren, erlebt den Zusammenbruch einer Diktatur, die sie voll und ganz bejaht hat. Aus Angst vor der Rache der Sieger beschließt sie, schnellstmöglich Kinder zur Welt zu bringen, in der Hoffnung, eine Mutter werde auf jeden Fall geschont. Sie gebiert rasch hintereinander zwei Jungen, denen sie zusammen mit Paule, ihrem Mann, dem Vater, im Niemandsland zwischen Diktatur und Demokratie allerdings nur wenig zu bieten hat: Martha, eine kraftvolle, aber gebrochene Person, die aufgrund der falschen Überzeugungen und Werte, die sie noch in sich trägt, ihre Kinder nicht für die Zukunft erziehen kann.

»So anders«, so intensiv hat man von der unmittelbaren Nachkriegszeit noch selten gelesen.

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Hinter der schwarzblauen Wand
Der unbekannte Schwäbische Wald: Ein Versuch über seine Menschen, seine Orte, seine Geschichte

Vortrag, gehalten am 16. Oktober 2015 in meiner Heimatgemeinde Oberrot aus Anlaß der Ernennung des Schwäbischen Waldes zur Kulturlandschaft des Jahres durch den Schwäbischen Heimatbund.
"Der Schwäbische Wald steht nicht im Lexikon, heißt es in einem Merianheft, das dieser Landschaft gewidmet und Mitte der sechziger Jahre erschienen ist. Im Lexikon fanden sich allenfalls die Namen seiner Teillandschaften, des Mainhardter, Murrhardter oder Welzheimer Walds.
Schon lange vor der Ernennung des Schwäbisch-Fränkischen Waldes zur "Kulturlandschaft des Jahres" wurden mehrere Anläufe unternommen, dieser Region mit publizistischen Mitteln Aufmerksamkeit und Zuneigung zu verschaffen.

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Der Wunschbruder

Ein Roman à deux über das Groß- und Erwachsenwerden unter gegensätzlichen Bedingungen. Anrührend, sehr schön erzählt. Voller Sprachbrillanz. Flüchtling und Einzelkind zwei Figuren, die gegensätzlicher kaum denkbar sind, und sie werden in einer Welt, in der die kinderreichen Armen in immer größerer Zahl zu den kinderarmen Reichen fliehen, noch oft aufeinanderprallen.

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Weitere Arbeiten und Texte von Kurt Oesterle